Die Inflation ist längst angekommen
Anmerkungen von Wolfgang Petran
Fondsberater des PRIMA-Konzept und PRIMA-Classic
"Lassen Sie sich nicht von den publizierten Inflationsraten (in Deutschland zuletzt für Jänner 2012 +2,1%) in die Irre führen. Wichtige Güter des täglichen Bedarfs haben sich drastisch verteuert. So stiegen auf Jahresbasis: Heizöl +26%, Treibstoffe +18%, Kaffee +27%, Obst, Eier, Molkereiprodukte +9%, Speisefette, Öle +14% usw. Klar, sind auch Produkte billiger geworden: Notebooks, Smartphones, aber man kauft eben nicht jede Woche einen neuen Computer oder ein neues Handy. Wichtig ist der wöchentliche Einkauf, und der ist um 7,4% auf Jahresbasis teurer geworden.
Schon allein wegen der extrem expansiven Geldpolitik der letzten Jahre droht erhöhte Inflationsgefahr. Auch der Schuldenabbau ist nur mit deutlich höheren Inflationsraten zu bewältigen. Sonst wird und kann die Schuldenquote nicht fallen.
Als langfristig preistreibender Faktor gilt zudem der strukturelle Nachfrageboom der Schwellenländer. Angesichts der neuen Mittelschicht in China, Indien und anderen Schwellenländern wird das globale Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in einen deutlichen Nachfrageüberschuss kippen.
Die Kaufkraft eines heute zur Seite gelegten Euros schrumpft. Deshalb sind liquide Sachwerte vorzuziehen, wie sie schwerpunktmäßig für den PRIMA - Konzept ausgewählt, aber auch im PRIMA - Classic und PRIMA - Jumbo übergewichtet werden. Das sind Aktien mit Substanz und nachweisbarem Grundbesitz, Unternehmen, die ihre Preise selbst bestimmen, Unternehmen aus dem Agrar- und Nahrungsmittelbereich, Gesellschaften mit Rohstoffreserven (Öl, Gas, Gold, Industriemetalle).
Für nominelle festverzinsliche Wertpapiere, wie Anleihen, ist ein Anstieg der Inflationsrate dagegen der größte Feind. Sie werfen, wie schon der Name sagt, einen festen nominalen Zins ab, der, wie der Kapitalbetrag, jedes Jahr an Wert verliert. Zudem wachsen die Zweifel, ob Staatsanleihen überhaupt noch zurückgezahlt werden. In stabilen Ländern, wie Deutschland, hingegen bieten Staatsanleihen kaum noch Zinsen. Nach Steuern, Spesen und Inflation erzielen Staatsanleihen aktuell einen realen Verlust.“
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Klaus Decker
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